17. Juli 2012
Es ist nicht nur die Strahlung - auch chemische Abfälle aus dem Bergwerk Asse müssen vor der Bergung dringend untersucht werden.
Das betont der Göttinger Chemie-Professor Rolf Bertram. Er ist Mitglied in der "Arbeitsgruppe Optionenvergleich", einem Gremium, das Behörden und Politiker in Sachen Asse berät. Nach Angaben des Wissenschaftlers lagern in dem ehemaligen Salzbergwerk viele hochgefährliche Chemikalien wie Benzol-Gemische, sogenannte Weichmacher und große Mengen des verbotenen Insektengiftes DDT. Um Risiken zu reduzieren, vor allem für die Beschäftigten unter Tage, müsse die Untersuchung dieser Stoffe erste Priorität haben.
In der Schachtanlage Asse wurden in den 60er und 70er Jahren vor allem radioaktive Abfälle eingelagert - eigentlich nur zur Forschungszwecken. Inzwischen dringt Wasser in die Anlage ein und Fässer müssen aufwendig herausgeholt werden. Die Sanierung wird Experten zufolge mehrere Milliarden Euro kosten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)