17. Juli 2012

Weltweit mehr Krebstote durch Fukushima - Europa kaum betroffen

Die Atomkatastrophe von Fukushima wird in den nächsten Jahren wohl den Tod hunderter Menschen nach sich ziehen. Amerikanische Forscher haben mit einem Computermodell errechnet, dass weltweit bis zu 1.300 Menschen mehr an Krebs sterben und bis zu 2.500 weitere neu an Krebs erkranken könnten. Dabei handelt es sich nach Angaben des Studienleiters Mark Jacobson von der kalifornischen Stanford University um Maximalwerte, die tatsächlich auch niedriger ausfallen können. Verglichen mit den Folgen des GAUs im ukrainischen Tschernobyl im April 1986 sei dies eine Größenordnung niedriger. In erster Linie werden demnach Japaner betroffen sein, während es etwa in Europa nur vereinzelt zu Todes- und Krankheitsfällen kommen soll. Ein Großteil des radioaktiven Materials sei bereits ins Meer gespült und entsprechend verdünnt worden. Das Modell wurde im Fachmagazin "Energy and Environmental Science" veröffentlicht und vergleicht das heutige Szenario mit einer fiktiven Welt, in der das Unglück im März 2011 nicht geschah.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)