18. Juli 2012
Für ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler wochenlang Vögel geduscht. Und zwar nicht irgendwelche Vögel, sondern Kolibris. Die Forscher der US-Universität Berkeley wollten wissen, wie die Tiere in starkem Regen fliegen können - denn bei deren Körpergewicht von nur wenigen Gramm müsste jeder Wassertropfen wie eine stattliche Wasserbombe wirken. Fünf Annakolibris flogen in einem Glaswürfel hin und her, in dem leichter, mittlerer und schwerer Regen simuliert wurden.
Im einem Fachmagazin ("Proceedings of the Royal Society B") schreiben die Autoren: Der Regen beeindruckte die kleinen Vögel überhaupt nicht. Auch bei starkem Regen konnten sie problemlos in der Luft stehenbleiben - dazu hoben und senkten sie ihre Flügel weniger hoch, aber in schnellerem Takt. Das Gefieder habe die Kraft der Tropfen wie ein Trampolin abgefedert. Außerdem könnten sich die Kolibris mitten im Flug beinahe völlig trockenschütteln.
Hier ist ein Video über den Versuch veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)