18. Juli 2012

Tierschutzbund-Präsident kritisiert langsame Gesetzgebung in Deutschland

Weniger Fleisch zu essen ist der einzige Weg, Tierhaltung zu verändern. So sieht es Thomas Schröder, der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. In der "Süddeutschen Zeitung" sagt er, außerdem könne nur so das Problem der Welternährung gelöst werden. Es könne nicht sein, dass in Südamerika Monokulturen angelegt würden, um Sojafutter für Tiere in Europa zu beschaffen.

Schröder kritisiert nicht grundsätzlich die Massentierhaltung. In der "SZ" sagt er, fünf Rinder könnten schlimmer gehalten werden als 20. Problematisch seien eher die Methoden, etwa die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung. Es gebe keinen Grund dafür, warum die Bundesregierung die erst ab 2017 verbieten wolle. Bis dahin würden vermutlich noch 100 Millionen Schweine gequält.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)