18. Juli 2012

Forscher erklären die Triebkraft von Strafen

Ein kleiner Diebstahl wird gerne verziehen. Es sei denn, der Dieb hat anschließend mehr als man selbst. Dann möchten die meisten Menschen es ihm gerne heimzahlen. Wissenschaftler aus Großbritannien und den USA haben in einem Computerexperiment getestet, wann Menschen eine Strafe aussprechen und wann nicht. 560 Probanden spielten dabei um kleine Geldsummen und sollten sich unter anderem gegenseitig bestehlen.

Über das Ergebnis berichten die Wissenschaftler im Magazin "Biology Letters": Die Spieler tolerierten es in der Regel, wenn ihnen etwas weggenommen wurde, solange sie nicht schlechter dastanden als die Betrüger. Wenn der Dieb am Ende mehr Geld hatte, entschieden sich die Spieler meistens für eine Strafe. Die Forscher folgern, dass Benachteiligung eher zum Bestrafen motiviert als das bloße Bedürfnis, es jemandem heimzuzahlen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)