18. Juli 2012
Sind Planetarien wirklich Bildungseinrichtungen oder verkommen sie zum Showtheater? Dieser Frage widmet sich der Direktor des Stuttgarter Planetariums Hans-Ulrich Keller in einem Artikel für die Spektrum-Sonderausgabe "Sterne und Weltraum".
Keller schreibt, die Technik habe große visuelle Shows möglich gemacht. Die Vorführungen würden aber - um besonders publikumsfreundlich zu sein - mittlerweile nicht mehr von Astronomen konzipiert, sondern von Menschen aus der Medien- und Filmbranche. Auch räumlich habe man oft das Gefühl, in einem Kino statt in einem Planetarium zu sein. Auch gebe es keine Fachbibliotheken mehr oder Mitarbeiter für wissenschaftliche Beratungen.
Keller fordert, Planetarien dürften nicht zu bloßen Abspielkinos verkommen, sondern müssten astronomische Institute bleiben. Die Vorführungen müssten zwar unterhaltsam sein, sollten aber die Zuschauer umfassender bilden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)