18. Juli 2012
Wer sich überall wohlfühlt, ist klar im Vorteil. Das gilt jedenfalls für Vögel in Europa. Ein internationales Forscherteam hat fast 20 Jahre lang an mehr als 10.000 Orten in Europa die Zusammensetzung von Vogelgemeinschaften beobachtet. Klares Ergebnis der Studie: Vögel mit einem großen Toleranzbereich verbreiteten sich weiter. Tiere, die sich nur in speziellen Gegenden wohlfühlten, verschwänden zunehmend.
So gibt es den Forschern zufolge bedeutend mehr Spatzen, Stockenten und Kohlmeisen als vor 20 Jahren. Denn die könnten sich gut an die Stadtumgebung anpassen. Die Zahl von Rebhühnern, die auf Feldern brüten, sei dagegen zurückgegangen, genauso wie die des im Wald lebenden Pirols. Als Gründe nennen die Forscher mehr Landwirtschaft und Rodungen sowie eine dichtere Besiedlung.
Die Ergebnisse der Studie sollen im Fachmagazin "Biology Letters" veröffentlicht werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)