18. Juli 2012
Man nimmt es bisher eher als Problem von jungen Menschen wahr: exzessives Trinken, im Englischen: "binge drinking". Forscher der Universität Exeter warnen jetzt aber auch vor den Gefahren für ältere Menschen. Denn sie sehen einen Zusammenhang zwischen exzessivem Trinken und der späteren Entwicklung von Demenz.
Die Forscher befragten rund 5000 Menschen über 65 Jahren nach ihren Trinkgewohnheiten. Dabei wurden vier oder mehr Drinks pro Gelegenheit als "binge drinking" gewertet. Außerdem wurden geistige Fähigkeiten wie zum Beispiel das Erinnerungsvermögen getestet. Laut den Forschern zeigte sich nach acht Jahren, dass unter denen, die am meisten geistig nachgelassen hatten, überdurchnittlich viele Binge-Drinker waren - das Ergebnis bleibe auch dann bestehen, wenn man andere Risikofaktoren der Probanden mitberücksichtige.
Ihre Erkenntnisse zeigten, dass es wichtig sei, bei den nächsten öffentlichen Maßnahmen gegen Binge Drinking auch an ältere Menschen zu denken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)