19. Juli 2012
Im Prinzip ist es eine Art Aufforsten im Ozean. Im Fachmagazin "Nature" veröffentlichen Forscher Ergebnisse eines Experiments, das nach ihrer Auffassung im Kampf gegen den Klimawandel helfen kann.
Im Jahr 2004 war im Rahmen des Projekts EIFEX ein Bereich des Südpolarmeers mit Eisensulfat gedüngt worden - um einzellige Algen zu züchten. Wie Bäume betreiben sie Photosynthese und binden dabei Kohlendioxid aus der Luft. Anschließend sinken sie mehrere hundert Meter in den Ozean ab.
Jetzt liegt die Auswertung des Experiments vor: Anders als bei ähnlichen Projekten zuvor habe die Algenvermehrung hier sehr gut funktioniert. Auch sei vor allem die gewünschte Algenart, die Kieselalge enstanden. Sie bilde am Ende ihrer Blüte große, schleimige Klumpen und sinke dann sehr schnell ab.
Nach Ansicht der Forscher kann Kohlendioxid auf diese Weise hunderte Jahre am Meeresboden gebunden werden. Größere Experimente müssten noch zeigen, ob und unter welchen genauen Bedingungen ein Düngen der Meere gegen den Klimawandel helfen könne.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)