19. Juli 2012
Wie können Vulkane an Orten entstehen, die mitten auf einer Erdplatte liegen und nicht an der Kante dazwischen? Forscher in Frankreich wollen dieser Geologen-Frage zu den sogenannten Hotspots nun näher gekommen sein.
Sie untersuchten, wie sich extrem heißes, flüssiges Gestein verhält. Dafür klemmten sie ein winziges Staubkorn zwischen die Spitzen von zwei Diamanten und erhöhten den Druck auf mehr als eine Million Bar. Mit einem Röntgenstrahl erhitzten sie das bedrängte Staubkorn dann auf 3.000 bis 4.000 Grad Celsius. Damit simulierten sie die Bedingungen, die am Übergangsbereich zwischen Erdkern und Erdmantel herrschen.
Die Forscher stellten fest: Das geschmolzene Gestein wird in seinem neuen Aggregatzustand leichter und steigt auf. Dabei sei der Eisenanteil im Gestein entscheidend: Je mehr Eisen, desto leichter.
Die Forscher glauben, dass sie mit ihrem Experiment eine umstrittene These beweisen konnten: Demnach entstehen Hotspots durch einzelne Aufströme heißen Gesteins aus dem Erdkern. Die Studie ist in der Zeitschrift "Nature" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)