19. Juli 2012

Wie die Schweizer die Zeiten für ihre Wanderrouten berechnen

60.000 Kilometer ausgeschildetere Wanderrouten - damit gehört die Schweiz zur Weltspitze. Die Frage, die sich die Schweizer stellen: Wie kann man auf Wegweisern möglichst genau die Zeiten angeben, die man für einen Weg braucht? Denn je nach Wetter oder Kondition des Läufers ist eine Stunde eben doch nicht eine Stunde. Die "Zeit" dröselt die Rechnung der Schweizer auf: Die Wanderzeit wird mit einer sehr langen und sehr komplizierten Formel berechnet. Die stellten ein Topograph und mehrere Wanderer zusammen, indem sie mehr als 160 Wegstrecken mit unterschiedlicher Steigung abgingen und einen Schnitt bildeten. Dieses System wurde mittlerweile digitalisiert. Mehr als die Hälfte der Schweizer Kantone wendet das Programm zur Berechnung der Wanderrouten an. Den Entwicklern zufolge scheitert es nur bei Wegstrecken mit einer Steigung von mehr als 40 Prozent, bei Felsstürzen, Lawinen oder Ablenkung durch Nacktwanderer.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)