19. Juli 2012
Kein Ausweis, keine Wahl. Neue Gesetze in zehn US-Bundesstaaten erschweren hunderttausenden Amerikanern den Zugang zu Wahlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Brennan Center for Justice an der Universität New York. Wähler in den ausschließlich republikanisch regierten Staaten müssen nach den neuen Regeln einen amtlichen Ausweis vorzeigen. Etwa jeder zehnte Amerikaner besitze so ein Dokument nicht, so die Studie.
Eine halbe Million Menschen hätten massive Schwierigkeiten, in abgelegenen Regionen auf ein Amt zu kommen. Unter den Menschen ohne Ausweis seien vor allem ethnische Minderheiten, Arme und ältere Menschen.
Große Teile dieser Gruppen gehören Medienberichten zufolge traditionell zum demokratischen Wählerkreis. Laut den Verfassern der New Yorker Studie könnte die Anzahl der ausgeschlossenen Wähler die diesjährige Präsidentschaftswahl in den USA entscheidend beeinflussen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)