19. Juli 2012
Sie gelten als Oasen unter dem Meer. Korallenriffe verfügen über eine extrem große Artenvielfalt - und das, obwohl sie in nährstoffarmen Gebieten der Meere liegen. Um ihre Bewohner zu ernähren, greifen die Korallen zu einem Trick: Sie sondern einen Schleim ab, an dem Kleinstlebewesen hängen bleiben. Nach mehreren chemischen Prozessen steht das Produkt dem Riff dann als Nahrung zur Verfügung.
Ökologen des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie haben die Schleimproduktion der Korallenriffe jetzt genauer untersucht. Dazu setzten sie zwei Riffe im Labor unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten aus. Das Ergebnis: Bei starker Strömung war die Schleimproduktion wesentlich größer. Nach Angaben der Forscher wurde die Effektivität der Methode bislang unterschätzt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)