19. Juli 2012
Der durchschnittliche Deutsche ist 1,72 Meter groß. Unsere Vorfahren vor vier Millionen Jahren brachten es gerade mal auf 1,20 Meter. Nach Angaben des Wissenschaftsjournalisten Jörg Zittlau ist der angestiegene Wohlstand für diese Entwicklung verantwortlich. Zittlau sagte im Interview mit "DRadio Wissen", Wohlstand mache lang, Armut dagegen klein.
In Westdeutschland sei das Wachstum zwischen 1960 und den Neunzigern geradezu explodiert. Sieben bis acht Zentimeter hätten die Menschen dort zugelegt. Die Bevölkerung in Ostdeutschland sei ein Paar Zentimeter hinter den Wessis zurückgeblieben. Dass wir kontinuierlich weiterwachsen, glaubt Zittlau aber nicht. Denn die überdurschnittlich großen Menschen hätten eine eher geringe Lebenserwartung. Weder die Knochen noch das Herz-Kreislaufsystem könnten mit dem Wachstum mithalten.
Das Interview mit Jörg Zittlau zum Nachhören gibt es hier.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)