20. Juli 2012

Gewaltige Gipsmengen im Meer kühlten Klima ab

Gips im Ozean hat vor Millionen von Jahren für eine neue Kältezeit gesorgt. Das hat ein Forscherteam unter der Leitung der Universität Toronto anhand von Meeressedimenten und Modellrechnungen herausgefunden. Den Forschern zufolge lösten sich vor etwa 50 Millionen Jahren gewaltige Mengen Gips im Meer, als Indien mit dem asiatischen Kontinent zusammenstieß. Bei dem Aufprall seien Schwefelverbindungen freigesetzt worden, die die Ökologie im Meer verändert hätten. Der Schwefel sei aber auch in die Luft aufgestiegen und habe das Klima merklich abgekühlt.

Dass Gipsablagerungen sich schnell bilden und lösen, war bereits bekannt. Der Einfluss auf Meer und Klima wurde nach Angaben der Wissenschaftler bislang aber übersehen.

Die Studie ist im Fachmagazin "Science" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)