20. Juli 2012
Dass unser Gehirn arbeitet, kann man durch Elektroden sichtbar machen. Sie messen die elektrischen Impulse und bilden sie als eine gezackte Linie ab. Daraus aber abzulesen, was wir denken, dahin ist es noch ein weiter Weg. Forscher der Universität Washington in St. Louis berichten im Fachblatt "Science", sie hätten einen Schritt dahin geschafft.
In ihrem Experiment sollten Rhesusaffen nach einem virtuellen Objekt greifen. Dabei konnten die Wissenschaftler nach eigenen Angaben aus der Aktivität der Nervenzellen herauslesen, wo die Hand des Affen war, wo das Objekt und wie schnell das Tier greifen wollte. Überraschend sei gewesen, dass sich sogar der eher ungestüme oder abwartende Charakter der Affen in den Neuronensignalen gezeigt habe. Die Forscher erhoffen sich von ihren Ergebnissen neue Ansätze für Prothesen, die mit den Gedanken gesteuert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)