20. Juli 2012
Sie gilt als berühmteste Grabungsstätte der Welt - hier soll Paris den griechischen Helden Achilles mit einem Pfeil in die Ferse getötet haben. In der antiken Ruinenstadt Troja forschen seit mehr als 20 Jahren Archäologen der Tübinger Universität. Damit ist es aber vorerst vorbei. Wie die "Südwest-Presse" berichtet, hat die Türkei der Hochschule für dieses Jahr zum ersten Mal die Grabungslizenz entzogen. Die Wissenschaftler dürften dort bis auf weiteres nur restaurieren und konservieren, aber keine neuen Funde freilegen.
Als Grund nennt die Zeitung einen Streit um Kunstschätze. In Deutschland wird etwa der Pergamon-Altar verwahrt, der von der Türkei zurückgefordert wird. Die "Südwest-Presse" schreibt, ein hoher Beamter habe von den Archäologen verlangt, deutsche Museen zu überreden, strittige Kunstgegenstände herauszugeben. Auch andere deutsche Teams hätten ihre Grabungslizenzen verloren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)