20. Juli 2012
Schwule Männer gehen offenbar oft zu sorglos mit dem Thema HIV um. US-Forscher kritisieren, dass viele Homosexuelle Sex ohne Kondom haben. Nach einer neuen Studie der Wissenschaftler breitet sich HIV unter Schwulen in vielen Ländern der Welt weiter aus - unabhängig vom Wohlstand. Das Fachmagazin "Lancet" berichtet, dass sich inzwischen ein Viertel der Homosexuellen in karibischen Ländern mit dem Erreger angesteckt hat. Auch die Entwicklung in den USA bereitet den Wissenschaftlern Sorge: Dort sind die Infektionszahlen seit 2001 um etwa acht Prozent gestiegen. In Westeuropa ist die Lage deutlich besser. In Deutschland etwa ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen zuletzt zurückgegangen - um sieben Prozent. Trotzdem stecken sich auch in Deutschland besonders häufig schwule Männer mit HIV an.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)