20. Juli 2012

Bewegungen im Inneren der Sonne langsamer als angenommen

In der Sonne geht's zwar nicht gemütlich zu, aber wohl gemütlicher als gedacht.

Der Stern bewegt sich in seinem Inneren langsamer, als bisher angenommen. Das Plasma dort strömt wahrscheinlich eher im Schritttempo und nicht, wie vermutet, mit der Geschwindigkeit eines Düsenfliegers. Dieses Ergebnis haben Sonnensystemforscher vom Max-Planck-Institut in Katlenburg-Lindau jetzt im Fachmagazin "PNAS" veröffentlicht.

Es stellt das bisherige Verständnis von der Dynamik im Kern der Sonne in Frage: Bislang ging man davon aus, dass die sogenannte Konvektion schneller vor sich geht. Dabei steigt heißes Plasma im Inneren des Sterns auf, kühlt an der Oberfläche ab und sinkt dann wieder hinunter. Dieser Vorgang transportiert Energie nach außen und bestimmt Struktur und Entwicklung der Sonne.

Die Wissenschaftler wurden von der NASA unterstützt. Sie konnten die Strömungsgeschwindigkeiten des Plasmas in einer Tiefe von 55 000 Kilometern bestimmen. Das entspricht 8 Prozent des Sonnenradius.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)