20. Juli 2012

Studie in Sri Lanka: Anti-Trauma-Programme in den Schulen helfen Jungen besser als Mädchen

Schulprogramme für traumatisierte Kinder helfen, aber nicht allen gleich viel - und Mädchen haben das Nachsehen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift "World Psychiatry" veröffentlichte.

Die Forscher untersuchten rund 400 Kinder in Sri Lanka, die während des Bürgerkriegs traumatische Erlebnisse hatten. In ihren Schulen wurden die Kinder mit Maltherapien, Gruppenspielen und Angeboten wie Theater, Tanz und Musik behandelt. Danach wurde ihr sogenanntes "pro-soziales Verhalten" überprüft - also, ob sie Essen und Spielzeug bereitwillig teilten und jüngere Kinder fair behandelten.

Das Ergebnis: Nach Ansicht der Forscher haben die Maßnahmen zwar insgesamt geholfen, Verhaltensauffälligkeiten wie Gewalttätigkeit der Kinder zu mindern. Doch während Jungen deutlich zu profitieren schienen, waren die Effekte bei Mädchen weniger gut oder sogar negativ.

Die Forscher schließen daraus, dass die Maßnahmen den jeweiligen Bedürfnissen der Kinder noch deutlich besser angepasst werden müssen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)