20. Juli 2012
Und jetzt eine Meldung für alle, die zu Hause einen Frosch halten. Bitte das Tier niemals in die Freiheit entlassen. Zumindest, solange es nicht auf eine Infektion mit dem Chytridpilz getestet wurde. Dieser Schädling ist nämlich eine wahre Amphibienseuche. Wo er auftritt, sterben im Schnitt die Hälfte aller Amphibienarten aus. Der Pilz zerstört ihre Haut, über die sie atmen. Experten glauben, dass er in Südamerika für einen der größten Verluste von Artenvielfalt weltweit verantwortlich ist. Verbreitet wurde der Pilz vermutlich durch den afrikanischen Krallenfrosch. Diese Art ist heute weltweit ein beliebtes Haustier. Das Problem: viele Exemplare sind gegen den Pilz zwar immun, tragen ihn aber dennoch auf der Haut. Werden sie von überforderten Besitzern ausgesetzt oder entkommen, können sie ein Massensterben auslösen. In den USA denkt die Fischereibehörde deshalb mittlerweile über verpflichtende Tests für Froschzüchter und Tiergeschäfte nach. Der Chytridpilz lässt sich bei Fröschen übrigens recht einfach durch ein Bad in einer speziellen Lösung bekämpfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)