20. Juli 2012
UNICEF meldet, dass im Kampf gegen die Mutter-Kind-Übertragung von HIV in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht wurden. Weltweit hätten sich im Jahr 2010 rund 30 Prozent weniger Kinder infiziert als noch im Jahr 2002. Bei HIV-positiven Müttern können sich Kinder während der Schwangerschaft oder während der Geburt und beim Stillen anstecken. Ohne medizinische Betreuung passiert das in circa 40 Prozent der Fälle. Als Gegenmaßnahmen gelten u. a. ein geplanter Kaiserschnitt, der Verzicht auf das Stillen, aber auch eine vorsorgliche Behandlung des Kindes mit HIV-Medikamenten. Nach Angaben der Deutschen Aidshilfe kann eine Übertragung durch solche Maßnahmen fast sicher vermieden werden. In Deutschland und den meisten westeuropäischen Ländern infizierten sich deshalb nur noch wenige Neugeborene mit HIV.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)