23. Juli 2012
Sie sind der Alptraum eines Mediziners: Viren, die gegen gängige Medikamente resistent sind. Genau solche Exemplare bereiten Aidsforschern Sorgen. Laut einer Untersuchung im Fachblatt "The Lancet" haben sich resistente HI-Viren vor allem im Osten Afrikas ausgebreitet. Vor acht Jahren seien sie noch bei rund einem Prozent der Infizierten gefunden worden, inzwischen bei mehr als sieben Prozent. Auch im Rest Afrikas sei die Quote angestiegen.
Die Resistenzen bedeuten dabei nicht, dass man überhaupt nicht mehr mit Medikamenten behandeln kann - allerdings sind andere Arzneimittel oft deutlich teurer. Bei rund acht Millionen Menschen in Therapie weltweit könnte das eine große Finanzierungslücke verursachen. Die Autoren der Studie rufen die Politik auf, den Nachschub der Medikamente sicherzustellen, damit Therapien nicht abgebrochen werden müssen. Denn genau das könne Resistenzen auslösen.
In Washington hat gestern die internationale Aidskonferenz mit rund 25.000 teilnehmenden Forschern begonnen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)