23. Juli 2012

Sportwissenschaftler: Fitness hat kaum mit Verletzungsrisiko zu tun

Sport ist Mord. Diese Schulsport-Weisheit gilt vor allem für Volleyball. Das gehört zu den Ergebnissen australischer Sportmediziner. Sie hatten Studenten untersucht, die für ihre Universität in einer Mannschaftssportart antraten. Die Forscher wollten wissen, welche Faktoren einen Einfluss auf das Verletzungsrisiko der Sportler hatten. In einem Fachmagazin schreiben sie: Nicht Kraft, Ausdauer oder Beweglichkeit sind ausschlaggebend, sondern Geschlecht und Sportart. Frauen hätten sich im Schnitt nach 40 Prozent der Spielzeit das erste Mal verletzt, bei Männern sei das nach 66 Prozent gewesen. Der mit Abstand gefährlichste Sport sei Volleyball. Sportlerinnen hätten dabei nur 20 Prozent einer Saison unverletzt überstanden, bei Männern seien es 35 Prozent. Wer wenig Risiko eingehen und trotzdem nicht auf Sport verzichten will, dem raten die Wissenschaftler zu Männerhockey. Die Studie wurde im Magazin "Sports Medicine, Arthroscopy, Rehabilitation, Therapy & Technology" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)