23. Juli 2012
Das Hemd ist berühmt - und deshalb umgerechnet etwa 740.000 Euro wert. So viel hat ein Bieter für das Kriegshemd eines Indianerhäuptlings bezahlt. Nach Angaben des Auktionators gehört es zu den wichtigsten Artefakten der US-amerikanischen Ureinwohner, die jemals unter den Hammer kamen. Das Kleidungsstück gehörte einem Mann namens Joseph vom Volk der Nez Percé. Er war in dem Hemd erstmals auf einem Foto aus dem Jahr 1877 zu sehen. Später posierte er darin für ein Gemälde, das heute in der Smithsonian Institution in Washington hängt. Das Volk der Nez Percé lebt im Nordwesten der USA. Ihr Name kommt aus dem Französischen und bedeutet "durchbohrte Nase". Da die Nez Percé-Indianer aber keine Nasenpiercings tragen, ist davon auszugehen, dass der Name durch die Verwechslung mit einem anderen Stamm zustande kam. Die Indianer selbst nennen sich heute Nimi'ipuu. Das heißt soviel wie "Wahres Volk".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)