23. Juli 2012

Debatte um Fracking: Kritiker und Industrie ignorieren Wissenschaft

In dieser Debatte nehmen es beide Seiten mit der Wahrheit nicht so genau. Die Nachrichtenagentur Associated Press analysiert den Streit um die Auswirkungen von Fracking auf die Umwelt. Bei dieser Fördermethode werden tiefe Gesteinsschichten mit Wasser, Gas und Chemikalien aufgebrochen, um Erdgas freizusetzen. Associated Press berichtet von Kritikern, die der Industrie vorwerfen, Schäden für Umwelt und Gesundheit in Kauf zu nehmen - obwohl wissenschaftliche Daten die Behauptungen nicht stützten. Ähnlich gehe die Industrie vor, wenn sie behaupte, Fracking sei unbedenklich.

Der Verhaltensforscher Mark Lubell von der Universität von Kalifornien in Davis erklärte, beide Seiten litten an einem Syndrom, bei dem Menschen so sehr von ihrem eigenen Standpunkt überzeugt seien, dass sie gegenteilige Beweise einfach nicht sehen könnten. Verstärkt werde dieser Effekt, wenn man für die eigene - auch falsche - Meinung positive Rückmeldungen bekomme.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)