23. Juli 2012

Interferon: Brustkrebszellen legen Produktion lahm

Wenn es den Brustkrebszellen gelingt, das Immunsystem lahmzulegen, wird es gefährlich.

Denn dann können die Krebszellen auch in den Knochen von Patientinnen Metastasen bilden. In Experimenten mit Mäusen haben australische Forscher herausgefunden, wie das passieren kann. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Zellen die körpereigene Produktion von Interferon ausschalten können, indem sie ein Gen ausschalten. Interferon ist einer der wichtigsten Botenstoffe unseres Immunsystems. Das Eiweiß spürt Krebszellen in der Blutbahn auf und alarmiert andere Abwehrzellen. Die Wissenschaftler hoffen, dass sie in ein paar Jahren einen Weg finden, die Produktion des Immunstoffs wieder in Gang zu bringen.

Schon heute wird Interferon in der Krebstherapie eingesetzt. Auch Patienten mit Hepatitis bekommen den Stoff. Allerdings hat eine solche Therapie heftige Nebenwirkungen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)