23. Juli 2012

Modell statt Experiment: Forscher entwickeln erstes Computer-Bakterium

Was wäre, wenn... zählt zu den Lieblingsfragen der Forscher. Schnell zu beantworten ist sie normalerweise nicht: Um zum Beispiel die Auswirkungen genetischer Veränderungen bei Bakterien zu testen, müssen diese Mutationen erzeugt, den Bakterien eingebaut und dann analysiert werden.

Forscher der Stanford Universität Kalifornien haben ein Computermodell entwickelt, das zumindest einige solcher langwierigen Laborexperimente ersetzen soll: Sie lasen sich durch 900 Fachartikel, um die knapp 2.000 unterschiedlichen Verhaltensweisen eines Bakteriums mit 525 Genen in 28 Rechenoperationen umzuwandeln. Diese vernetzten sie miteinander, um Veränderungen simulieren zu können, die die Veränderung eines Parameters hervorruft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)