24. Juli 2012
Wenn Kinder den Anfang ihres Lebens im Heim verbringen, verändert das ihr Gehirn nachhaltig. Das haben US-Forscher in Rumänien herausgefunden. Die Hirnrinde der Heimkinder sei dünner und auch bestimmte elektrische Signale im Gehirn seien dauerhaft geschwächt.
Die Studie zeige aber auch, dass das Gehirn einige Defizite wieder wettmachen kann: Kamen die Heimkinder bereits als Zweijährige oder früher zu Pflegeeltern, holten einige Hirnbereiche ihr Wachstum nach. Für diese Kinder bestehe daher durchaus die Chance, Entwicklungsrückstände wieder aufzuholen.
Die Beeinträchtung führen die Forscher auf zu wenig Zuwendung in den Heimen zurück. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)