24. Juli 2012
Alle wollen studieren und das ist teuer. Die Hochschulen in Deutschland fordern wegen des Ansturms auf die Universitäten mehr Geld von Bund und Ländern. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, sagte dem "Handelsblatt", dass bis zum Jahr 2015 300.000 Studienplätze fehlten. Seinen Angaben nach ist der Zustrom an die Hochschulen fast doppelt so stark gestiegen wie im vergangenen Jahr erwartet. Hippler geht davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Er rechnet auch damit, dass mehr Studenten aus dem Ausland in Deutschland studieren wollen - etwa junge Menschen aus Krisenländern wie Spanien. Um den Andrang bewältigen zu können, brauchen die Hochschulen laut Hippler in den kommenden Jahren fünf bis sieben Milliarden Euro zusätzlich.
Bund und Länder hatten vor einigen Jahren im Hochschulpakt vereinbart, die Zahl der Studienplätze in Deutschland auszubauen. Dabei hatten sie allerdings nicht mit dem momentanen Rekordhoch bei den Studienanfängern gerechnet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)