24. Juli 2012

Chinesische Universitäten bevorzugen Männer

Es hört sich an, wie ein Numerus Clausus aufs Geschlecht. In China kritisiert eine Frauenrechtsorganisation, dass Frauen bessere Noten für einen Studienplatz bräuchten als Männer. In einem offenen Brief an das Bildungsministerium beschwert sich die Organisation, dass Frauen zum Beispiel für ein Germanistikstudium in Peking 635 Punkte vorweisen müssten. Männer kommen demnach schon mit 598 Punkten bei der Zulassungsprüfung durch.

Die Hochschulen in China begründen das damit, dass sie mehr Männer in Fächer wie Sprachen oder Pädagogik bringen wollen. Außerdem sagte ein Hochschuldirektor, dass sei keine Diskriminierung, sondern eine Sache von Angebot und Nachfrage. Schließlich würde in vielen Berufen eher Männer als Frauen gesucht.

In China haben die Abiturientinnen im landesweiten Schnitt bessere Noten. Deshalb gab es in den vergangenen Jahren auch mehr neue Studentinnen als Studenten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)