24. Juli 2012

Religion kann Ansteckungsrisiko für HIV beeinflussen

Das Risiko für eine HIV-Infektion hat wohl auch mit der Religion zu tun. Wissenschaftler aus den USA haben in einer Studie untersucht, warum sich Christen in Afrika öfter mit dem Virus infizieren als Muslime. Als Erklärung galt dabei wohl oft, dass muslimische Männer öfter beschnitten sind als christliche.

Den Ergebnissen der Studie zufolge kann das allein nicht der Grund sein. Nach Meinung der Foscher spielt auch das Verhalten von Christen und Muslimen durch ihre religiösen Werte eine Rolle. Bei Christen sei die Wahrscheinlichkeit einer außerehelichen Beziehung größer oder, dass sie jünger das erste Mal Geschlechtsverkehr hätten - und damit steige auch das Risiko einer HIV-Infektion. Die Wissenschaftler hatten für ihre Studie Daten beschnittener Männer aus sieben afrikanischen Staaten ausgewertet, sowohl von Muslimen als auch von Christen.

Die Beschneidung wird seit einigen Jahren von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen, um das Risiko einer HIV-Infektion zumindest abzumildern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)