25. Juli 2012
Sie sind wie ein natürliches Abwaschbecken für Schwermetalle: Mangrovenwälder, wie sie an tropischen Küsten vorkommen. Französische Wissenschaftler haben bei Studien in Neukaledonien herausgefunden, dass die Mangrovenbäume mit ihren Wurzeln Schwermetalle aus dem Wasser filtern. Sie hatten dazu auf der Inselgruppe in der Südsee die Flüsse untersucht. Dort wird unter anderem Nickel gewonnen - das belastet auch das Wasser. Die Wissenschaftler fanden dort in Wurzeln von Mangroven zehnmal mehr Nickel oder Chrom als normalerweise. Für sie ein Beweis, dass die Mangrovenwurzeln wie ein Abscheider für Schwermetalle funktionieren.
Mangrovenwälder sind weltweit gefährdet - meist durch Verschmutzung oder Fischzucht. Sie werden aber oft auch für Siedlungen trocken gelegt oder abgeholzt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)