25. Juli 2012
Ein hoher "Impact Factor" ist das Merkmal, das einem wissenschaftlichen Fachjournal Ansehen verschafft. Er misst, wie oft Artikel aus dem Journal von anderen Journals zitiert werden. Die Informationswissenschaftlerin Hadas Shema beschreibt in einem Blog von "Scientific American", wie dabei mit Eigenzitaten getrickst wird. Sie schreibt, dass manchmal sogar die Fachmagazine selbst ihre Autoren aufforderten, das eigene Medium öfter zu zitieren als nötig. Bedenklicherweise sei gut die Hälfte der Autoren dazu auch bereit. Außerdem existierten ganze "Zitier-Kartelle", die besonders schwer zu entdecken seien.
Shema glaubt, dass es schon fast einen Zwang gebe, bei den Tricksereien mit den Eigenzitaten mitzumachen. Eine Lösung sei, diese beim "Impact Factor" künftig nicht mehr mitzuzählen. Allerdings sei das nicht ohne Probleme: Darunter könnten ältere oder produktivere Forscher leiden, die sich nur so häufig selbst zitierten, weil sie eben schon so viel publiziert hätten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)