25. Juli 2012
Touristen, die süße Tigerbabys in freier Wildbahn sehen wollen. Einerseits bringen sie Geld, das für den Unterhalt der Nationalparks verwendet werden kann, andererseits dringen sie in den Lebensraum von Wildtieren ein.
Indien will jetzt den Zugang zu seinen rund 40 Reservaten drastisch einschränken. Das Oberste Gericht in Neu Delhi hat entschieden, dass Urlauber bis auf weiteres nicht mehr bis in das Herzstück der Tiger-Nationalparks reisen dürfen. In diesen speziellen Schutzzonen bringen die Raubtiere ihre Jungen zur Welt. Ein endgültiges Urteil steht allerdings noch aus.
In Indien leben weltweit die meisten Tiger in freier Wildbahn. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sind nach Angaben der nationalen Tigerschutzbehörde fast 50 tote Tiere gemeldet worden. Sie fallen oftmals Wilderern zum Opfer, die Körperteile der Großkatzen nach Südostasien verkaufen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)