25. Juli 2012
Jäger und Küstenfischer fordern den Abschuss von Seehunden.
Der Vorsitzende der Kutter- und Küstenfischer, Lorenz Marckwardt, sagte, der Bestand sei derzeit viel zu groß.
Die hohe Zahl sei dafür verantwortlich, dass die Fischer im Watt kaum noch Plattfische oder Kabeljau fingen. Nach Ansicht der Jäger ist auch die Gefahr einer Seuche höher, wenn es viele Seehunde gibt. Tier- und Umweltschützer sowie das zuständige Ministerium in Kiel lehnen den Vorstoß ab.
Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck sagte, für einen Abschuss gebe es keine fachliche biologische Begründung. Die Jagd auf Seehunde wäre politisch falsch und rechtlich nicht möglich.
Das Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven schätzt, dass in der Region über 30.000 Seehunde leben. Marckwart glaubt, dass 15.000 Seehunde reichen würden, um den Bestand zu sichern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)