25. Juli 2012
Wenn es stressig wird, schaltet das Gehirn auf Gewohnheitsmodus.
Die Hirnregionen für zielgerichtetes Verhalten werden durch die Stresshormone einfach ausgeschaltet. Das haben Wissenschaftler der Ruhr-Universität und des Uniklinikums Bergmannsheil in Bochum herausgefunden.
In der Praxis bedeutet das, dass Menschen bei Stress eher in Gewohnheiten flüchten, als sich sinnvolle Lösungen zu überlegen. Zum Beispiel Briefe ordnen und stapeln statt sie zu beantworten.
Für ihre Untersuchungen hatten die Wissenschaftler mit Medikamenten eine Stresssituation im Körper nachgeahmt. Dann untersuchten sie die Hirnaktivitäten.
Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift "Journal of Neuroscience" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)