25. Juli 2012
In keiner amerikanischen Stadt gibt es so viele Geschäfte, in denen man Marihuana kaufen kann, wie in Los Angeles. Nach offiziellen Angaben sind es etwa 750 registrierte Läden und zusätzlich etwa 200 ohne Papiere. Der Stadtrat hat jetzt einstimmig beschlossen, diese Geschäfte zu verbieten. Innerhalb von 30 Tagen müssen sie schließen. Vorausgegangen ist ein langer Rechtsstreit, und auch jetzt gehen einige Beobachter davon aus, dass die Angelegenheit vor dem Obersten Gerichtshof des Staates landen könnte.
Befürworter bezeichnen die neue Regel als sanftes Verbot. Es ist nämlich weiterhin möglich, dass mehrere Personen zuhause Marihuana zu gesundheitlichen Zwecken anbauen und untereinander verteilen. Nur der Verkauf in Geschäften mit Schaufenstern werde gänzlich verboten.
In Kalifornien und einigen anderen US-Staaten ist es erlaubt, Marihuana als Medizin zu nutzen. Kritiker bemängeln jedoch, die neonbeleuchteten Schaufenster vieler Geschäfte würden Freizeitnutzer anlocken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)