25. Juli 2012

Grönlands Eisdecke zu 97 Prozent angetaut

Dass dieser Sommer bis jetzt besonders warm gewesen sein soll, mag man in Mitteleuropa kaum glauben. In Grönland sieht die Lage aber anders aus. Wissenschaftler der US-Weltraumagentur NASA berichten, das Eis in Grönland sei in diesem Sommer so stark geschmolzen wie nie zuvor. 97 Prozent der Oberfläche sei Mitte Juli angetaut gewesen. Normalerweise taue im Sommer nur etwa 50 Prozent der Fläche an.

Die Forscher sind durch Satellitenaufnahmen auf den Zustand des Eises aufmerksam geworden. Sie waren so überrascht, dass sie die Ergebnisse zuerst infrage stellten und von einem Datenfehler ausgingen. Messgeräte weiterer Satelliten bestätigten die Ergebnisse aber. Für die starke Schmelze machen die Wissenschaftler eine ungewöhnlich warme Luftschicht über Grönland verantwortlich. Man könne sogar von einer Hitzeglocke sprechen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)