26. Juli 2012
Mit einer dringenden Bitte ist die kanadische Opposition an die Wissenschaft herangetreten. In einer Pressemitteilung fordern die Sozialdemokraten die Forscher des Landes auf, einen Heuchelei-Detektor zu bauen. Gleichzeitig warnen sie davor, dass die Erfindung durch den konservativen Industrie-Minister Christian Paradis an seine Leistungsgrenze geführt werden könnte. Hinter dem ironischen Tonfall der Mitteilung steckt ein ernstes Anliegen. Die Opposition befürchtet, dass die derzeitigen Sparmaßnahmen der kanadischen Regierung auf Kosten von Wissenschaft und Forschung gehen. So habe der Minister gestern zwar den Wissenschaftlern der kanadischen Raumfahrtbehörde ASC zu ihren Erfolgen gratuliert. Dort wird derzeit die zweite Generation des Weltraumteleskops Hubble entwickelt. Am gleichen Tag seien bei der Behörde aber 22 Forscher aus Geldmangel entlassen worden. Viele müssten nun das Land verlassen und sich woanders eine Arbeit suchen, beispielsweise beim US-Konkurrenten Nasa.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)