26. Juli 2012
Ihre Versuche an erblindeten Mäusen wecken bei den Wissenschaftlern die Hoffnung, bald auch Menschen mit Netzhautschäden helfen zu können. Wie sie im Fachmagazin "Neuron" schreiben, haben sie einen Wirkstoff entdeckt, der bestimmte Zellen lichtempfindlich macht, die normalerweise nicht zum Sehen benutzt werden. Da diese aber dennoch in der Netzhaut liegen und ihr Signal deshalb vom Sehnerv ins Gehirn weitergeleitet wird, könnten sie die Funktion geschädigter Sehzellen ersetzen, schreiben die Wissenschaftler. Das Ganze spielt sich demnach folgendermaßen ab: Die Chemikalie - kurz AAQ - lagert sich an spannungsempfindliche Kanäle in der Membran der Netzhaut-Zellen an. Fällt Licht auf das Molekül, sorgt es dafür, dass sich diese Kanäle öffnen und sich die elektrische Ladung innerhalb der Zelle verändert. Dadurch reagieren diese ähnlich wie Sehzellen. Die Forscher hoffen, dass der Wirkstoff bei Netzhautschäden im menschlichen Auge ähnliche Wirkung zeigt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)