26. Juli 2012

Grünen-Abgeordneter zur Beschneidung

Was in heiligen Büchern steht, muss im Licht der Aufklärung und der Vernunft neu interpretiert werden. Das findet der Grünen-Abgeordnete Memet Kilic. Der "Tageszeitung" erklärte er, warum er im Bundestag gegen eine Resolution gestimmt hat, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, die Beschneidung aus religiösen Gründen straffrei zu machen. Mit der Entscheidung sei die Debatte abgewürgt worden. Der Staat müsse aber in einen Dialog mit den Religionsgemeinschaften über ihre Riten und Gebräuche treten. Kilic betonte, er sei dafür, dass die Betroffenen die Entscheidung für oder gegen eine Beschneidung selbst treffen - und zwar sobald sie mit 14 religionsmündig seien. Das Kölner Landgericht hatte Anfang des Monats die Beschneidung eines muslimischen Jungen als Körperverletzung bewertet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)