26. Juli 2012
Dieses Fossil ist eine Fundgrube für die Wissenschaft. US-Forscher haben anhand eines 70 Millionen Jahre alten Schlangenskeletts jetzt rekonstruiert, dass sich Schlangen wahrscheinlich nicht im Wasser entwickelten, sondern an Land.
Wie die Wissenschaftler im Fachjournal "Nature" schreiben, ist dieses Fossil ein wichtiges Bindeglied der Schlangenevolution. Demnach weist der Körperbau des Urreptils gleichzeitig Elemente von heute lebenden Schlangenspezies und von Echsen auf. Zum einen zeige der Fundort des Fossilis, dass die Art auf dem Land lebte. Zum anderen weise seine lang gestreckte Körperform keinerlei Anpassung an die Fortbewegung im Wasser auf. Am Schädel der Urschlange lasse sich zudem ablesen, dass dieses Tier noch keinen dehnbaren Kiefer besaß. Es konnte Beute noch nicht komplett herunterschlingen wie die meisten heutigen Schlangen.
Die jetzt untersuchte Urschlange Coniophis war laut den Forschern etwa 70 Zentimeter lang und lebte vor rund 70 Millionen Jahren in der späten Kreidezeit. Sie sei damit einer der urtümlichsten Vertreter dieser Tiergruppe.
doi:10.1038/nature11227
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)