27. Juli 2012
Seifenopern, Diätshows und Aerobic-Programme. Das ist es in etwa, was die Menschen in Syrien derzeit sehen, wenn sie das Staatsfernsehen einschalten. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde erstmals nach dem Anschlag auf syrische Regierungsmitglieder kurz über den Konflikt im eigenen Land berichtet.
Wenn auch auf sehr eigenwillige Weise: So seien Soldaten im Spezialtraining zu sehen gewesen zu patriotischer Musik. Manchmal wirkt die Programmgestaltung regelrecht zynisch. Dann zum Beispiel, wenn, wie AFP meldet, das Staatsfernsehen kurz vor Beginn der Gefechte in Damaskus eine Sendung über den bezaubernden Sommer in der syrischen Hauptstadt ausstrahlt.
Dass Diktaturen Konflikte in der nationalen Berichterstattung ausblenden lassen, ist nicht ungewöhnlich und unter anderem aus China und dem Iran bekannt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)