27. Juli 2012
Erst waren die Menschen hellhäutig - dann wurden sie dunkel und schließlich kehrten einige wieder zu hellhäutig zurück. Warum? Wissenschaftler gingen bislang davon aus, dass es am Hautkrebs liegt. Die helle Haut der Urmenschen sei dafür besonders anfällig gewesen - Menschen mit dunkler Haut hätten in Afrika deshalb bessere Überlebenschancen gehabt. Die Anthropologin Nina Jablonski widerspricht dieser Theorie. In einem Vortrag an der Universität von Kapstadt sagte sie, der Grund für die dunkle Hautfarbe sei Folsäure. Das Vitamin ist für die Entwicklug von Embryonen wichtig und es wird durch UV-Licht zerstört. Nur Menschen mit natürlichem Sonnenschutz - also dunkler Haut - hätten gesunden Nachwuchs zur Welt bringen können. Nach Jablonskis Meinung ist ein weiteres Vitamin dafür verantwortlich, dass einige Menschen wieder hell wurden: Vitamin D. Das ist unter anderem für gesundes Knochenwachstum nötig und kann im Körper nur gebildet werden, wenn genug UV-Licht vorhanden ist. Also hätten sich auf dem Weg nach Norden die Gene hellhäutiger Menschen wieder durchgesetzt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)