27. Juli 2012

Unstatistik des Monats: Cholera-Viren in der Ostsee

Viel Lärm um praktisch nichts. Das ist das Fazit von drei Wissenschaftlern zu einer jüngst erschienenen Studie über die angebliche Verbreitung von Cholera-Viren in der Ostsee. Das Trio veröffentlicht seit Anfang des Jahres die "Unstatistik des Monats". Damit will es auf falsche Interpretationen von Daten hinweisen. Die in diesem Monat ausgewählte Studie war im Magazin "Nature Climate Change" erschienen. Sie hatte eine Korrelation zwischen der Klimaerwärmung und dem Vorkommen des Virus Vibrio hergestellt, der unter anderem die Cholera auslöst. Die Wissenschaftler weisen jetzt darauf hin, dass auch ein besseres Meldesystem für Cholera für die gestiegene Zahl der Fälle verantwortlich sein kann. Außerdem sei die Chance vom Blitz getroffen zu werden immernoch fünf Mal größer als die, in Deutschland an Cholera zu erkranken. Viele Medien hatten über die Studie berichtet, leider auchwir.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)