27. Juli 2012

China will Aidskranke besser versorgen

Wie viele Aidskranke es in China gibt, weiß niemand. Offiziell sind 780.000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert, die Dunkelziffer dürfte allerdings weit höher liegen. Um die Ausbreitung der Immunschwäche-Krankheit einzudämmen will die Regierung in Peking nun allen Infizierten die Möglichkeit geben, sich kostenlos mit antiretroviralen Medikamenten behandeln zu lassen. Das erklärte die Leiterin der chinesichen Behörde zur Seuchenprävention auf der Welt-Aids-Konferenz in Washington. Bislang bekam nur etwa ein Fünftel der Betroffenen eine kostenlose Behandlung. China will außerdem Ärzte besser für die Behandlung von Aidskranken ausbilden. HIV und Aids sind im China noch immer große Tabuthemen. Aus Angst vor Ausgrenzung lassen sich Betroffene oft gar nicht erst auf eine Infektion testen. Nach Expertenmeinung ist das einer der Gründe dafür, dass sich die Krankheit in der Volksrepublik weiter ausbreitet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)