29. Juli 2012

Doping-Experten nicht zufrieden mit Kontrollsystem

Deutsche Doping-Jäger halten das Kontrollsystem im Sport für zu lasch.

Der Biochemiker Wilhelm Schänzer von der Sporthochschule Köln kritisierte in der "Bild am Sonntag", dass es außerhalb der Wettkämpfe keine flächendeckenden Kontrollen gibt. In manche Länder könnten Dopingkontrolleure zudem schlecht einreisen, weil sie erst kompliziert ein Visum beantragen müssten. Pharmakologe Fritz Sörgel erklärte, in Deutschland habe die Nationale Anti-Doping-Agentur auch nicht genug Geld, um flächendeckend zu kontrollieren.

Gestern hatte es bei Olympia den ersten Doping-Fall gegeben: Der albanische Gewichtheber Hysen Pulaku wurde positive auf ein anaboles Steroid getestet. Für Diskussionen sorgten auch der Olympiasieg des früheren Doping-Sünders Alexander Winokurow beim Straßenrad-Rennen und der Weltrekord der erst 16-jährigen chinesischen Schwimmerin Ye Shiwen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)