30. Juli 2012

Temperaturanstieg sorgt für mehr Wasser aus Flüssen im arktischen Meer

Große Flüsse in Russland spülen infolge des weltweiten Temperaturanstiegs mehr Wasser ins arktische Meer. Nach Angaben des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung ist die jährliche Menge etwa zehn Prozent größer als noch vor 60 Jahren.

Untersucht wurden die Flüsse Ob, Lena und Jenissei. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin "Nature Climate Change" veröffentlicht. Der Meereswissenschaftler Rüdiger Gerdes spricht von einem langfristigen Trend. Demnach wird aus verschiedenen Gründen mehr Feuchtigkeit in die Einflussgebiete der Flüsse transportiert.

Ein Faktor sei die Erwärmung der Luft. Diese könne so mehr Wasser transportieren und das führe zu mehr Niederschlag. Gerdes geht davon aus, dass sehr große Süßwassermengen Einfluss haben können auf die nordatlantische Zirkulation, die das Klima in Europa wesentlich mitbestimme. Der bisherige Zuwachs habe aber noch keinen größeren Effekt auf das Nordpolarmeer.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)