30. Juli 2012
Der Saturnmond Iapetus bietet die extremsten Höhenunterschiede im gesamten Sonnensystem: bis zu 20 Kilometer hohe Berge und zehn Kilometer tiefe Krater.
Dass diese Besonderheit erstaunliche Folgen hat, haben Wissenschaftler der Washington University in St. Louis beobachtet. Auf dem Himmelskörper gibt es gewaltige Eislawinen, die sich bis zu 80 Kilometer weit erstrecken. Nach einem Bericht des Fachmagazins "Nature Geoscience" sind es die größten und zahlreichsten, die je auf einem eisbedeckten Himmelskörper gefunden wurden. Das zeigten Aufnahmen der US-Sonde Cassini.
Warum die Lawinen auf dem Saturnmond besonders gut flutschen - dafür haben die Forscher folgende Erklärung: Vermutlich durch eine spezielle Form der Reibung erwärmt sich die Unterseite der rutschenden Eisblöcke und macht sie so glitschiger. Auf dem Saturnmond Iapetus herrschen Temperaturen von minus 140 bis minus 170 Grad. Er ist nur rund ein Drittel so groß wie der Mond der Erde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)